84 Prozent möchten nicht für Internetnutzung bezahlen
84 Prozent der deutschen Internetnutzer möchten nicht für Online-Artikel zahlen. Die Zahlungsbereitschaft steigt mit dem Bildungsniveau stark an, wobei der Kauf einzelner Artikel beliebter ist als eine Flatrate.
Nur 16 Prozent der deutschen Internetnutzer sind grundsätzlich bereit, für Onlineveröffentlichte Artikel zu zahlen. Das hat der Webmonitor von BITKOM und Forsa ergeben. Derzeit finanzieren sich die Nachrichtenportale im Internet vor allem über Werbung. In den vergangenen Jahren sind diese Einnahmen stark gestiegen. BITKOM erwartet, dass der Online-Werbemarkt dieses Jahr erstmals die Marke von 1,5 Milliarden Euro überschreiten wird.
Während unter den Deutschen mit Hauptschulabschluss lediglich fünf Prozent bereit sind, für Artikel im Internet zu bezahlen, ist es jeder vierte mit Abitur (27 Prozent). Ebenfalls überdurchschnittlich aufgeschlossen sind die 18- bis 29-Jährigen. Fast jeder Fünfte (19 Prozent) dieser Altersgruppe würde für journalistisch aufbereitete Artikel im Internet zahlen.
Entscheidend für die Attraktivität der Bezahl-Angebote sind angemessene Preise. Die Grenze liegt bei 1 Euro, wie der BITKOM-WebMonitor belegt: Bis zu 10 Cent pro Artikel würden 93 Prozent der grundsätzlich Zahlungsbereiten ausgeben, bis zu 1 Euro ist es immerhin noch mehr als jeder Zweite (56 Prozent). Bei höheren Preisen finden sich kaum noch Zahlungswillige.
Zeitungsverlage erzielen heute den Großteil ihrer Verkaufserlöse mit Abonnements. Dieses Geschäftsmodell lässt sich allerdings nicht ohne weiteres aus der realen Welt ins Internet übertragen, wie die Befragung zeigt. Nur jeder achte Internetnutzer (12 Prozent) akzeptiert den kostenpflichtigen Einzelabruf. Das regelmässige Überweisen einer monatlichen Abo-Gebühr würden hingegen nur 4 Prozent nutzen wollen. Lediglich für eine sehr kleine Gruppe kommen beide Bezahlvarianten in Frage.
- Prime Time im Internet: Tageszeiten der Internetnutzung in Europa
- Immer mehr junge Deutsche informieren sich online über Politik
- Studie: Wie sich Kinder und Jugendliche im Web bewegen
- 42 Prozent der Leser benutzen Online-News an Stelle einer Tageszeitung
- Das Internet ist das am stärksten genutzte Medium in der Schweiz
- TV- und Internetnutzung steigen
- Ringier: Werbeausgaben verschieben sich ins Internet
- Net-Metrix und Nielsen: Gemeinsam Daten zur Internetnutzung in der Schweiz
- Online Mediennutzung und Verteilung der Werbegelder
- Internetnutzung verdrängt TV- und Printkonsum
- Internet bei Kaufentscheidung wichtiger als TV oder Zeitung
- Amerikaner vertrauen Internet mehr als Presse und Fernsehen
- Internetnutzung hat weiter zugenommen
- Ausgaben für Internet Werbung höher als für Zeitungen!
- Schweizer Führungskräfte informieren sich im Internet statt bei Printmedien
- Private Internetnutzung im Büro: Wofür wird Zeit gebraucht?
- Zeitungen sehen sich gegenüber Internet gewappnet
- Internetnutzung
- Neue Medien, Neues Zeitalter
- Internet kostet Zeitungen deutlich Auflage
- Internet bildet politische Meinung der künftigen Wähler
- Europäer surfen mehr und lesen weniger
