Amerikaner vertrauen Internet mehr als Presse und Fernsehen
Eine repräsentative Umfrage von Harris Interactive vom März 2008 ergab, dass die Amerikaner zunehmend der Berichterstattung in Zeitungen und Fernsehen misstrauen. Wie bei ähnlichen Umfragen in Europa geniesst dafür das Internet ein stetig wachsendes Vertrauen.
Obwohl die Politik in den USA derzeit das Hauptthema sind und die Medien, vor allem das Fernsehen, starke Zuwächse bei den Zuschauern und Lesern erhlt, trauen die Amerikaner den klassischen Medien nicht mehr. Nur gerade 30 % tendieren dazu, der Presse zu vertrauen. 54 % der Amerikaner vertrauen der Presse nicht.
Dem Fernsehen vertrauen 46 % der Amerikaner nicht, nur noch 36 % vertrauen darauf. Interessant ist, dass die Anhägner der Demokraten den Medien stärker vertrauen als die Republikaner. 50 % der Demokraten vertrauen noch auf das Fernsehen, während es bei den Republikanern nur noch 31 % sind. Noch schlimmer sieht es mit dem Vertrauen in die Presse aus. Während 43 % der Demokraten der Presse vertrauen, sind es bei den Republikanern nur noch 19 %!
Wie bei einer letztjährigen GDI Studie in der Schweiz (siehe Internet kompensiert geschwundenes Vertrauen in Unternehmen), geniesst das Internet ein vergleichsweise hohes Vertrauen. 41 % der Amerikaner vertrauen auf Internet-News und -Informationen, während 34 % dieser Quelle nicht trauen.
Bei der Umfrage von Harris Interactive wurden 2’302 erwachsene U.S. Bürger zwischen dem 15. und 22. Januar 2008 befragt.
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