Besseres Google Ranking durch Website Performance Optimierung

Website Performance Optimierung wird immer wichtiger, da die Ansprüche der Besucher steigen und zudem Google die Geschwindigkeit als Ranking-Faktor berücksichtigt. Studien von Yahoo! und Google haben ergeben, dass nur 10 – 20% der Ladezeit vom Server abhängig ist. Optimiert werden muss also vor allem der Auftritt selber.

Weil die Ansprüche der Besucher steigen, gibt es ein besseres Google-Ranking.

Weil die Ansprüche der Besucher steigen, gibt es ein besseres Google-Ranking.


An einem Vortrag referierte Martin Kliehm von namics zum Thema Website Performance Optimierung. Die meisten Website Anbieter berücksichten Web Performance Optimierung noch relativ wenig. Eine Grossbank hatte zum Beispiel für viel Geld einen Auftritt erstellt, der dann aber beim Seitenaufruf 5 Sekunden Wartezeit verursachte.

Seit nun aber Google die Antwortzeiten im Ranking auch bei den organischen Suchergebnissen berücksichtigt, ist die Nachfrage danach stark gestiegen. Auch die verbreitung des Iphone stellt höhere Ansprüche, hat dieses doch Mühe mit HTML-Seiten mit mehr als 30 kb.

Wichtige Erkenntnisse

  • Studien von Yahoo! und Google haben ergeben, dass nur 10 – 20 % der Ladezeit vom Server abhängig ist. Bis vor wenigen Jahren dachte man bei Geschwindigkeit ausschliesslich an den Server. Tatsächlich werden aber 80 – 90 % der Ladezeit im Frontend fällig.
  • Redirects sollte man nicht in htacesss sondern im Konfigurationsfile des Servers machen (ständig im RAM)
  • Der Internet Explorer lädt nur 2 – 4 Bilder parallel. Bei vielen Bildern wird der Auftritt schon deswegen langsam.
  • Der Server muss unbedingt gzip aktiviert haben.

Zwei wichtige Schwachstellen sind JavaScript-Dateien und die schiere Anzahl von Dateien: JavaScript lädt sequentiell und blockiert sämtliche nachfolgenden Inhalte. Darum sollte es nicht im Kopf, sondern im Fuss einer Seite stehen. Zweitens können ältere Browser, vor allem der Internet Explorer, nur 2 – 4 Dateien parallel laden. Dateien bilden eine Warteschlange, die nur langsam abgearbeitet wird. Ziel ist es darum, durch Zusammenfassung von Dateien die Anzahl der HTTP-Requests zu reduzieren.

Effekte von Langsamkeit

  • Amazon: 100 ms. Verzögerung führten zu 1% weniger Umsatz.
  • Google: 400 ms. Verzögerung führten zu 0,59 % weniger Suchabfragen pro User (frühere Tests ergaben grössere Zahlen).
  • Yahoo!: 400 ms. Verzögerung führten zu 5 – 9 % weniger Traffic.
  • Bing: 2 Sekunden Verzögerung resultierten in 4,3% weniger Umsatz pro User.

Effekte von Geschwindigkeit

  • Mozilla hat seine Downloadseite um 2,2 Sekunden schneller gemacht, was durch 15,4 % mehr Downloads belohnt wurde.
  • Google Maps reduzierte das Dateivolumen um 30 % und beobachtete daraufhin 30 % mehr Kartenaufrufe.
  • Netflix schaltete Gzip auf dem Server ein; alleine dadurch wurden die Seiten um 13 – 25 % schneller und sie sparten 50 % Dateivolumen ein!
  • Shopzilla schaffte es, die Ladezeit von 7 auf 2 Sekunden zu reduzieren, wodurch die Conversion Rate um 7 – 12 % stieg, 25 % mehr Seitenaufrufe beobachtet wurden, 50 % der Server in den Ruhestand geschickt und entsprechend Energiekosten eingespart werden konnten.
  • AOL beobachtete die Anzahl der Page Views auf verschiedenen Websites. Während die schnellsten User 7 – 8 Seiten aufriefen, waren es bei den langsamsten durchschnittlich nur 3 – 4.

Es lohnt sich also, die Performance des eigenen Auftrittes zu prüfen und zu optimieren!
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Beat Z'graggen Kontaktieren Sie Beat Z'graggen, Online Marketing-Experte der ersten Stunde. Er ist seit 34 Jahren im Marketing tätig, die Hälfte davon im Online-Marketing.

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Erstellt am 18. Oktober 2010 10:40 von Beat Z'graggen in Performance-Marketing, Website Performance.

1 Kommentar

  1. […] In einer Untersuchung von Catchpoint zeigte sich, dass fast alle westlichen Firmen Probleme bei der Performance ihrer Website in China haben. Untersucht wurden dabei die 500 grössten E-Commerce-Websites, welche in China verkaufen aber nicht aus China kommen. Von diesen war die schnellste die Website der Modemarke Michael Kors mit einer Antwortzeit von 3.5 Sekunden. Die Website von Armani benötigte mehr als 8 Sekunden, bei Websites wie Toys ‘R’ Us, Dior, Adidas und Gap dauerte es teilweise über 20 Sekunden. Wenn man berücksichtigt, dass gemäss einer Untersuchung von Amazon 100 Millisekunden Verzögerung zu 1% weniger Umsatz führen, ist das enorm viel! (siehe auch Besseres Google Ranking durch Website-Performance-Optimierung). […]

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