Bounce Rate senken dank weiterführenden Links

Mit passenden Links zum aktuellen Nutzer-Interesse können Sie die Bounce Rate Ihrer Website verbessern. Hier finden Sie 7 Tipps für sinnvolle weiterführende Links die dem Besucher und bei der Suchmaschinenoptimierung helfen.

Bounce Rate reduzieren.

Reduzieren Sie die Bounce Rate Ihrer Website.

Der grosse Vorteil am Internet ist, dass man potenzielle Kunden genau dann ansprechen kann, wenn diese Interesse an einem Thema oder Produkt haben. Viele Internetauftritte verpassen es aber, Leser abzuholen und auf weitere, relevante Inhalte hinzuweisen, obwohl diese durchaus vorhanden wären. Ohne weiterführende Links bleiben diese Inhalte vielen Besuchern jedoch verborgen. Das Institut für Software-Ergonomie und Usability zeigt in einem Bericht das Problem von weiterführenden Links und gibt sieben Richtlinien für gut auffindbare, weiterführende Links. Wir haben diese Richtlinien für Sie zusammengefasst und mit unserer langjährigen Usability-Erfahrung ergänzt (siehe auch Wie Sie die Bounce Rate Ihrer Seiten reduzieren).

Darum werden Links nicht geklickt

Es gibt vier grundlegende Probleme, weshalb Nutzer weiterführende Links übersehen. Die Links sind…

  • nicht verfügbar oder irrelevant.
  • in Bereichen platziert, wo Besucher nicht hinschauen,
  • grafisch gestaltet und daher Werbeanzeigen zu ähnlich,
  • auf eine Art geschrieben, die vom Stöbern abhält.

Links die nicht geklickt werden helfen in der Regel auch wenig bei der Suchmaschinenoptimierung. Mit folgenden 7 Tipps senken Sie die Bounce Rate Ihrer Landingpages, erhöhen die Seitenaufrufe und verbessern die Benutzerfreundlichkeit Ihrer Website:

1. Links am Artikel-Ende

Bieten Sie Ihren Besuchern dann zusätzliche Informationen, wenn sie am empfänglichsten dafür sind. Bei Blog-Artikeln und Landingpages ist das jeweils am Ende einer Seite. Dort sollten verschiedene weiterführende Inhalte angezeigt werden, um Besucher zu motivieren, auf Ihrer Seite zu bleiben. Das können entweder automatisch vom CMS (Content Management System) definierte Artikel des selben Autors sein, oder Seiten zum selben Thema oder aus der selben Artikel-Kategorie. Es können aber auch manuell passende Links hinzugefügt und allenfalls mit einem kurzen Hinweis die Relevanz unterstrichen werden.

2. Wenig, dafür relevante Links

Das Institut für Software-Ergonomie und Usability empfiehlt, rund 5-7 verwandte Links anzugeben. Zu viele Links seien nicht hilfreich, weil man die Nutzer nicht überfordern will und sie nicht auf eine Geduldsprobe stellen sollte. Vor allem wenn ein Besucher mehrere Seiten/Artikel liest, ist es enorm wichtig, dass er nicht auf jeder Seite willkürlich ausgewählte oder immer dieselben Vorschläge sieht. Angemessene Vorschläge zum richtigen Zeitpunkt können die Kundenzufriedenheit und -treue entscheidend beeinflussen.

3. Kontext berücksichtigen

Je detaillierter das Thema einer Landing Page ist oder je tiefer sich Besucher in eine Website durchgeklickt haben, desto fokussierter sollten die weiterführenden Links sein. Auf der Startseite und deren obersten Unterseiten kann die Auswahl der Artikel/Themen grösser sein, da diese als Sprungbrett zu Inhalten fungieren, an denen Besucher zwar interessiert sein könnten, obwohl sie noch nicht darüber nachgedacht haben.

4. Vermischung mit grafischen Elementen vermeiden

Grafische Elemente werden sehr rasch als Werbung abgestempelt und darum wenig beachtet. Besonders die rechte Spalte von Internetauftritten ist für Werbung und weniger wichtige Informationen reserviert. Je stärker Links also einer Werbeanzeige ähneln oder an Orten platziert sind, wo Besucher Werbeanzeigen erwarten, desto weniger werden solche Links geklickt. Je weiter weg ein Link von Werbebannern platziert ist, desto kleiner ist die Gefahr, dass er als Werbung angeschaut und somit ignoriert wird.

5. Keine Elemente zwischen Artikel-Ende und Links

Je tiefer unter dem Artikel-Ende weiterführende Links platziert werden, desto weniger gut werden diese gesehen und geklickt. Darum sollten die Links weder durch unwichtige Elemente, Werbung (siehe Punkt 4) oder grosse Leerflächen vom Artikel-Ende getrennt werden.

6. Schlüsselwörter am Anfang

Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Link bemerkt und geklickt wird, steigt, wenn die wichtigsten, relevantesten Wörter zu einem Thema/Artikel am Anfang des verlinkten Textes stehen. Ein Link muss möglichst rasch klarstellen, was den Leser beim Klicken erwartet. Wenn Links zu weiterführenden Artikeln anhand von Kategorien oder Autoren automatisch eingefügt werden, wird als Linktext standardmässig der Artikel-/Seiten-Titel verwendet. Darum gilt auch für diese Titel, dass die umsatzstärksten Suchbegriffe möglichst am Anfang stehen sollten, was die Relevanz für Suchmaschinen und Besucher erhöht (siehe auch Landing Page: 7 SEO-Tipps).

7. Relevante Überschriften/Kategorien

Doch nicht nur die Linktexte der Links selber, sondern auch die Überschriften dieser Links beeinflussen die Klickrate. Die Überschrift (z.B. ein Kategorien-Name oder ein manuell definierter Titel) sollte es den Besuchern ermöglichen, die weiterführenden Themen zu unterscheiden, ihre Relevanz zu erkennen und somit dem eigenen Interesse entsprechende, weiterführende Artikel anzuklicken.

Bounce Rate und Kundentreue verbessern

Beim senken der Bounce Rate müssen Sie bedenken, dass die meisten Einrichtungen von Tools wie Google Analytics diese falsch messen (siehe auch Google Analytics Bounce Rate: Irrtum vorprogrammiert). Möchten Sie die interne Verlinkung Ihrer Website optimieren? Möchten Sie dank relevanten, weiterführenden Links Ihre Bounce Rate senken und die Kundentreue stärken?

Désirée Berhane Kontaktieren Sie unsere Usability-Spezialistin Désirée Berhane und profitieren Sie von ihrem Wissen und der Erfahrung aus Kommunikationspsychologie und Benutzerfreundlichkeit von Websites und Landing Pages.

+41 (0)41 799 80 99

Weitere Artikel von Désirée Berhane

Erstellt am 13. November 2014 09:04 von Désirée Berhane in Absprungrate, Content-Marketing, Conversion Optimierung, SEO, Usability, Webdesign.

Sind Sie anderer Meinung?