Internet Handel leidet an Inkasso-Problemen
In einer repräsentativen Befragung der Schuldner durch das Inkasso Unternehmen Intrum Justitia wurde erstmals erhoben, welche Rechnungen mit welcher Priorität bezahlt werden. Die höchste Priorität geniessen Rechnungen, welche Grundbedürfnisse wie Wohnen oder Gesundheit abdecken. Ganz am Schluss ist der Versandhandel, noch nach den Steuern.
Der typische Schweizer Schuldner wohnt in der Stadt, vorzugsweise im Tessin oder in der Romandie, ist unter 30 Jahre alt, alleinstehend, lebt in einem Quartier mit hohem Ausländeranteil und ist Konsumeinsteiger. Dies zeigt die neue Studie zum Schweizer Schuldner Index durch das Inkasso Unternehmen Intrum Justitia. Das auf Kreditschutz und Forderungsmanagement spezialisierte Unternehmen ist in der Schweiz Branchenleader. Pro Jahr werden mehr als 3.8 Millionen Kreditauskünfte über Firmen und Privatpersonen erteilt und rund eine Million Inkassofälle bearbeitet.

Im Rahmen des Schweizer Schuldner Index untersucht Intrum Justitia zwei Mal jährlich anhand von Schuldnerprofilen, wer seine Rechnungen am zuverlässigsten bezahlt. Wenn der durchschnittliche Schweizer bezahlt, dann nicht willkürlich: Er hat seine Prioritäten, wie die Resultate einer repräsentativen Befragung im Rahmen des Schweizer Schuldner Index erstmals klar zeigen. Wichtig sind ihm vor allem jene Rechnungen, welche seine Grundbedürfnisse abdecken. Zuerst bezahlt er den Mietzins, seine Krankenkassen- und Arztrechnungen. Auch Strom, Gas und Wasser sind ihm noch relativ wichtig. Weniger zuverlässig und darum eher spät werden Kreditraten, Telefon-, Internet- und TV- Gebühren bezahlt. Steuern schliesslich folgen an zweitletzter Stelle in der Prioritätenliste. Noch weiter hinausgeschoben werden nur noch die Forderungen des Versandhandels.
Das Problem ist zwar seit langem bekannt aber es ist für alle im online Handel tätigen Firmen gut, die bekannten Absicherungsmassnahmen zu treffen, um die Debitorenrisiken zu minimieren.
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