Kellogg’s senkt Marketingbudget und verliert Marktanteile
Während Kellogg’s und Kraft Ihre Marketingausgaben 2008 reduziert hatten, investierte General Mills weiterhin in die Kundengewinnung. Das Resultat: Steigende Umsätze während die Mitbewerber Marktanteile verlieren. Immer mehr Mittel fliessen in das online Marketing, da dort ein viel höherer ROI festgestellt wurde als bei der Fernsehwerbung.
General Mills, eine der führenden Lebensmittelpaket-Industrien, hat an der Consumer Analysts Group Konferenz in New York eine Reihe von jüngsten Marketingerfolgen aufgezeigt und einen Einblick in seine Strategie gewährt. Das Unternehmen hat im letzten Halbjahr ständig in Konsumenten-Marketing
investiert – im zweiten Halbjahr des letzten Jahres wurden 19 % mehr ausgegeben, während Mitbewerber wie Kellogg’s und Kraft ihre Marketingauslagen für 2008 reduziert hatten.
Ken Powell, Geschäftsführer der General Mills, betonte mehrmals, in der gegenwärtigen Wirtschaftsituation sei die Unterstützung von bekannten Marken besonders wichtig. Durch die Stärke von Produktkategorien und Marken war General Mills fähig, der weltweit wirtschaftlichen Instabilität standzuhalten. Das Unternehmen besitzt eine Anzahl von bekannten Marken wie Yoplait, Cheerios, Pillsbury und Nature Valley, die alle das Vertrauen der Konsumenten geniessen.
Der Umsatz von General Mills hat auf ihre vermehrte Marketingaktivitäten positiv reagiert, denn die Konsumenten essen vermehrt zu Hause. So wuchs der Umsatz im zweiten Halbjahr des letzten Jahres um 11% auf 7,5 Mrd. US-Dollar.
Auch wenn bei General Mills die Mehrheit der Werbeausgaben für das Fernsehen bestimmt ist, werden immer mehr Mittel in online Marketing gesteckt. Das Unternehmen stellte fest, dass über online Marketing ein viel höherer Return on Investment erfolgt – ein entscheidendes Kriterium in der derzeitigen Wirtschaftslage. Der Grund sei nicht, dass ihre Fernsehwerbung nicht funktionieren würde, aber TV schaut man aus einem anderen Grund. Eine Website hingegen wird mit einer spezifischen Absicht besucht.
Der Konzern betreibt verschiedene Webseiten, unter anderem auch das Rezept-Portal BettyCrocker.com. Die Koch-Webseiten des Unternehmens haben letzten Monat ungefähr 8 Millionen Besucher gezählt. Kürzlich lancierte General Mills für iPhone eine Gratis-Software von Betty Crocker, die Menüs zusammenstellt aufgrund dessen, was sich in der Vorratskammer des Konsumenten befindet.
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