Landing Page Design – Optimierung für Performance

Die Optimierung von Landing Pages (Zielseiten) für den Besucher bringt mehr Umsatz aus derselben Anzahl Besucher. In diesem Artikel finden Sie konkrete Tipps, was eine gute Landing Page ausmacht.

Faktoren für eine gute Landing Page.

Es gibt verschiedene Faktoren, die eine gute Landing Page ausmachen.

Eine gute Landing Page kommt schnell auf den Punkt und führt Besucher mit sanfter Hand ans definierte Ziel heran. Dazu werden verschiedenste Elemente der Verkaufspsychologie und Usability eingesetzt. Hier einige Tipps für eine gute Landing Page:

Zielgruppe bestimmen

Überlegen Sie sich genau, welche Zielgruppe Sie ansprechen wollen, welche Bedürfnisse die Besucher der Landing Page haben und was diese benötigen. Richten Sie Ihre Kampagnen darauf aus. Die beste Landing Page nützt nichts, wenn Sie darauf die falschen Besucher anziehen.

Werbemittel und Landing Page synchronisieren

Sind Beschreibungen bei Google, Banner oder andere Werbemittel nicht auf die Landing Page abgestimmt, gehen die meisten Besucher gleich wieder verloren, was sich an hohen Absprungraten zeigt. Richten Sie sich auf die Sprache der Besucher aus. Wenn diese auf ihrer Landing Page diejenige Begriffe finden, welche sie bei Google eingegeben haben, spiegeln Sie die Sprache der Kunden und haben Sympathiepunkte gewiss.

USP in 5 Sekunden und Angebot deutlich formulieren

Sie haben 5 Sekunden, um dem Besucher zu zeigen, dass er auf Ihrer Seite am richtigen Ort ist. Sieht er das nicht, ist er wieder weg. Nutzen Sie Titel, Leadtext, Aufzählungslisten und Handlungsaufforderungen strategisch, um Ihr Angebot auf der Landing Page verkaufspsychologisch aufzubereiten.

Die wichtigsten Elemente einer Landing Page

1. Titel – Aufmerksamkeit wecken
Zeitungen nutzen dies seit jeher – der Titel muss die Aufmerksamkeit wecken und zum Weiterlesen animieren. Nutzen Sie die wichtigsten Keywords im Titel. Der Besucher sieht so, dass die Seite davon handelt, wonach er gesucht hat, was ihn zum Weiterlesen animiert. Zudem steigt dadurch der Qualitätsscore bei Google AdWords und Sie haben bessere Chancen, über die organische Suche gefunden zu werden (weitere Infos zu User Signals finden Sie unter Google Ranking-Faktoren 2014: Content ist weiterhin King).

2. Leadtext – Interesse wecken
Mit den Leadtexten können Sie die Botschaft im Titel verstärken und das Interesse bei potenziellen Kunden wecken. Kommt hier die Botschaft nicht an, geht der Besucher verloren!

3. Zwischentitel – Texte strukturieren
Zwischentitel helfen dem Querleser und auch Google, die wichtigsten Inhalte einer Seite zu erkennen und zu entscheiden, wofür der Text relevant ist oder nicht. Zudem teilen Zwischentitel Texte in angenehme Portionen und machen eine Seite so übersichtlicher und benutzerfreundlicher.

4. Aufzählungspunkte – Schnell-Leser unterstützen
Texte auf Landing Pages werden selten gleich ganz gelesen. Aufzählungspunkte werden beim Querlesen wahrgenommen und gelesen. So können Sie wichtige Botschaften unterstreichen und Ihre Stärken hervorheben. Nutzen Sie die Prinzipien der Verkaufspsychologie und ordnen Sie die Aufzählungslisten der Landing Page nach Wichtigkeit in der Reihenfolge 1-3-2.

5. Handlungsaufforderung – Handlung auslösen
Ein amerikanisches Handelsunternehmen konnte alleine über die Änderung der Handlungsaufforderung innerhalb eines Jahres 300 Millionen mehr Umsatz erzielen! Ohne gute Handlungsaufforderung gelangt der Besucher nicht dorthin, wo Sie ihn haben wollen. Sie müssen den Besucher direkt auf die Vorteile und den zu erwarteten Nutzen hinführen. Handlungsaufforderungen müssen herausstechen und sich von der Seite abheben! Buttons kommen immer besser an als einfache Links, weil sie schlicht und einfach auffälliger sind! Welchen Anreiz können Sie den Besuchern geben, die Bestellung auszuführen oder Kontakt aufzunehmen?

6. Bilder – Text unterstützen
Produktbilder, Videos und Stimmungsbilder müssen den Inhalt der Landing Page stützen. Sie wirken als verkaufspsychologische Beschleuniger und tragen wesentlich dazu bei, ob der Besucher den Inhalt wohlwollend aufnimmt. Sie sollen das Vertrauen und Interesse noch mehr stärken und die Besucher in ihren Entscheidungen unterstützen. Ein Bild sagt oft mehr als Tausend Worte.

7. Interne Verlinkung – Orientierung und Hierarchie
Eine klare und konsequente interne Verlinkung hilft dem Besucher bei der Orientierung innerhalb eines Internetauftritts. Jede Landingpage sollte darum auf über- und untergeordnete Kategorien-Seiten verlinken. Eine klare Navigations-Struktur sowie sogenannte Breadcrumbs helfen Besuchern und auch Google, die Hierarchie einer Website zu verstehen und rasch und einfach durch den Auftritt auf die gewünschten Seiten zu navigieren. Weitere Infos finden Sie in unserem Glossareintrag Interner Link.

8. Empfehlungen/Zertifizierungen
Nichts verstärkt das Vertrauen des Besuchers mehr als zufriedene Kunden, Empfehlungen von bekannten Personen aus der Branche oder seriöse Zertifizierungen! Was Sie über sich selber sagen ist nie so glaubwürdig wie das, was andere über Sie erzählen!

9. Above the fold muss alles Wesentliche stehen
Above the fold bzw. Oberhalb des Seitenumbruchs muss die Botschaft rüberkommen. Die Besucher scrollen erst dann, wenn sie sicher sind, dass sich dies lohnt. Eine erste Handlungsaufforderung sollte wenn möglich bereits ohne scrollen gesehen werden!

Elemente einer perfekten Landing Page

9 Faktoren einer guten Landing Page: Titel (1), Leadtext (2), Zwischentitel (3), Aufzählungspunkte (4), Handlungsaufforderungen (5), Bilder (6), Navigationspunkte (7) und Referenzen (8) sollten perfekt aufeinander abgestimmt sein und möglichs vor dem Scrollen sichtbar sein (9) (Quelle: Formstack).

Auge aktiv leiten – Ablenkung vermeiden

Eine Landing Page hat ein Ziel: Konversionen. Daher müssen alle Elemente so positioniert werden, dass sie das Auge wie auf einer Bahn mit Leitschienen auf die Handlungsaufforderung lenken. Je nach Branche ist es sogar besser, auf der Landing Page die normalen Navigationspunkte wegzulassen. Diese können dort auch für Verwirrung sorgen und den Besucher von der Seite und dem eigentlichen Angebot wegbringen. Je nach Angebot kommen Sie allerdings nicht darum herum, dem Besucher möglichst viel Inhalt zu zeigen.

Usability Hürden aus Analytics ableiten

Nutzen Sie Ihre Web Statistiken (siehe auch Mehrumsatz dank Internet-Controlling), um daraus die Hürden abzuleiten, welche Ihre Kunden nehmen müssen. Web Analytics Programme zeigen die aufgetretenen Fehler sehr rasch und deutlich auf, damit Sie diese beseitigen können und den Besuchern so ein möglichst positives Nutzererlebnis bereiten.

Ihre Usability verbessern

Haben Sie Fragen zu der Usability Ihrer Website? Möchten Sie Ihre Landing Pages optimieren und so mehr Besucher Ihrer Website dazu bringen, die gewünschte Aktion auszuführen?

Erstellt am 13. Oktober 2014 10:51 von Désirée Berhane in Conversion Optimierung, Usability, Webdesign.

2 Kommentare

  1. Was man noch ergänzen könnte, wären eingebettete Befehle/Fragen aus dem NLP Bereich. Geeignet u. a. bei Handlungsaufforderungen Punkt 5.

    NLP = Neuro-Linguistische-Programmierung. Interessantes Thema, das sich mit psychischen Abläufen beim Menschen auseinandersetzt.

  2. FixPage sagt:

    Der Grundaufbau von Landingpages wird in dem Artikel schön beschrieben und ist hilfreich. Wohl aber eher für den grundsätzlichen Aufbau. Was ein bisschen dabei untergeht: Eine optimierte Landingpage basiert in der Regel auf umfangreichen Testergebnissen. Dabei kommt meistens heraus, dass von Unternehmen grundsätzlich zu viele Elemente und zu viel Text verwendet werden. Ich finde die Landingpage noch viel zu vollgestopft.

    Grüße

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