Marketing: Online-Werbeausgaben trotzen Rezession
Aus einer Umfrage unter den führenden europäischen Werbetreibenden geht hervor, dass 81 Prozent der Werbetreibenden in Europa in diesem Jahr höhere Ausgaben für die Internet-Werbung melden. 82 Prozent davon haben angegeben, dass die Mittel direkt von ihren Budgets für Print-, Fernseh- oder Direktmarketing-Werbung stammen.
In Deutschland nähert sich der Anteil der Online-Werbung an den Werbebudgets dem Anteil für Fernsehwerbung an. Laut ZenithOptimedia lag der Anteil der Online-Werbung im Jahr 2007 bei 11,1 Prozent und bei 22,1 Prozent für die Fernsehwerbung. In anderen Ländern ist der Abstand noch geringer. In Dänemark liegt die Fernsehwerbung mit 17,9 Prozent gerade einmal 0,7 Prozent vor der Online-Werbung.
Gemäss verschiedenen Analysten verstärkt die aktuelle Konjunkturlage den Trend, dass die Budgets vermehrt auf die Online-Werbung entfallen. Die Attraktivität der online Werbung liegt in besser messbaren Marketingausgaben mit belegbaren Renditen. Der Trend zu Werbeausgaben in messbaren Bereichen war bereits in früheren Rezessionen so. Die Investment Bank Cowen and Company hat in einer Untersuchung über die letzten sechs Rezessionen seit 1950 herausgefunden, dass die Ausgaben für Direktmarketing während all diesen sechs Rezessionen gestiegen sind.
Eine Umfrage der EIAA offenbarte eine grundlegende Verschiebung der relativen Bedeutung der Online-Werbung. 38 Prozent der Werbetreibenden betrachten den Werbekanal heute als „unentbehrlich“. Im Jahr 2006 lag dieser Wert noch bei 17 Prozent. Dieser Trend zeigt sich auch in den Zahlen von ZenithOptimedia zum Anteil der Online-Werbung an den weltweiten Werbeausgaben. Diesbezüglich wird bis 2010 ein Anteil von 13,8 Prozent prognostiziert.
Die Studie zeigt, dass zwar andere Medien unter gebremsten Ausgaben leiden, die Online-Werbekanäle sich aber weiter grössere Anteile an den Werbebudgets sichern. Die Werbetreibenden erkennen immer mehr die Wirkung, den Wert und die potenziellen Renditen der Online-Werbung.
Die meisten Experten gehen davon aus, dass vor allem Suchmaschinen Marketing weiterhin stark wachsen wird, weil es
- messbar ist (also gut zu rechtfertigen)
- schnelle Erfolge bringt
- flexibel ist (kein langes Commitment mit ungewissem Ausgang)
- skalierbar ist (Budget kann genau dorthin gelenkt werden, wo es Geld bringt)
- international funktioniert (die Kunden können dort angesprochen werden, wo sie sind)
- echte Kundenfeedbacks und Marktdaten bringt (erkennt den Kunden an seine Taten, nicht euren Worten)
Ähnliche Artikel :
- Marketing in Zeiten der Rezession
- Europa setzt in der Krise verstärkt auf Online-Werbung
- Online Werbung erhält 7 % der Werbeausgaben der Schweiz
- Schweiz: Ausgaben für online Werbung 2009 bei 358 Millionen
- Online Werbung erhält 7 % der Werbeausgaben der Schweiz
- Anteil online-Werbung Schweiz: nur 4 % der Werbeausgaben
- 7 Prozent der Werbeausgaben in Deutschland gehen online











Neue Kommentare
11.01.2012 - 2 Kommentare
03.11.2011 - 2 Kommentare
28.10.2011 - 2 Kommentare
25.10.2011 - 5 Kommentare