Umgang mit Leserkommentaren

Urs Holderegger, Nachrichtenchef der NZZ, sprach zum Thema Kommentare auf NZZ Online: Bereicherung der Meinungsvielfalt oder Gefäss für Frustrierte?

Fortsetzung von Online-Kommentare – mehr als Leserbriefe

Bei der NZZ wurden mit Ausnahme von einem alle Kommentarkiller verwendet:

  • Keine Anonymittät, Kommentator sollte unter seinem Namen schreiben.
  • Keine Beiträge, die nicht zum Brand NZZ Online passen
  • Kein Ping-Pong Spiel zwischen einzelnen Usern

Seit dem Start am 6. Juli gingen rund 16’000 Kommentare ein. Davon wurden 4’500 abgelehnt. Nur 10% der abgelehnten Kommentare sind rassistisch oder ehrverletztend. Man hatte mit einem höheren Anteil gerechnet. Die meisten abgelehnten Kommentare haben keine Substanz (Kommentare wie: Guter Beitrag…).

Unterschiede zu Leserbriefen im Print

  • Kürzere und emotionalere Texte
  • “Neue” Leserschaft, z.b. Türken und Kurden in Deutschland
  • Direkte Reaktion auf Kommentare möglich
  • Substantielle Inhalte von Wissenschaftern oder Insidern.

Vorteile/Nachteile

  • Stärkere Leserbindung (mehr Unique Users)
  • Redaktion kann auf “Trends” mit neuen Beiträgen reagieren
  • Hoher zeitlicher Aufwand für Redaktion (vor Wahlen 2 – 3 Stunden pro Tag). Auf meine Nachfrage wurde aber bestätigt, dass dies wenig ist im Vergleich zu Leserbriefen im Print.

Fortsetzung der Berichte über den Anlass: Facts 2.0: Experimente mit News und Lesern

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