Verkehrte Welt beim E-Mail Marketing
E-Mails mit verlockenden und werbekräftigen Betreffzeilen erreichen nur 14 Prozent der Leser. Schlichte und sachliche dagegen werden von 60 bis 87 Prozent der Leserschaft geöffnet.
Wer hätte das gedacht: Die langweiligen E-Mails kommen zum Leser durch. Die verführerischen hingegen sind überhaupt nicht erfolgreich.
Die Analysten von MailChimp lieferten die Zahlen über den enormen Unterschied bei der Ansprache. Die nüchternen und einschläfernden Betreffe werden bis zu sechs Mal öfters beachtet, als die Reizvollen.
Ben Chestnut von MailChimp ist überzeugt: Das liegt hauptsächlich an der Existenz von Spam! Packende und ansprechende Titel sind nicht mehr reizvoll, weil sie zu oft anzutreffen sind. Man hat sich daran gewöhnt und reagiert dementsprechend. Marketingleute und Werber sollen einfache und präzise Betreffe formulieren. Ausrufezeichen und frühzeitige Ankündigung des grossen Geldes oder des riesen Erfolgs sind kontraproduktiv, kaum dienlich und werden oft bereits vom Spam-Filter kassiert. Das Fazit der Analysten: Je klarer die Absichten und Inhalte der Mails kommuniziert werden, umso besser für Sender und Empfänger.
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