Wie Internetnutzer Online-Zeitschriften lesen

Eine aktuelle Studie des Burda-Verlages über das Verhalten von Zeitschriften-Lesern zeigt, was Leser an den Online-Auftritten von Zeitschriften schätzen und auf welche Form der Online-Werbung sie in Online-Magazinen besonders gut zu sprechen sind.

So wird zum Beispiel aufgezeigt, dass sich die „Kombinierer“ (Zeitschriftenleser und gleichzeitig Nutzer der entsprechenden Onlineangebote) einerseits mehr Zeit sowohl für das Lesen von Zeitschriften als auch für die Nutzung von Onlineangeboten nehmen. Sie verbringen darüber hinaus auch Online mehr Zeit als die reinen Onlinenutzer. Zudem verbringen sie mehr Zeit mit gedruckten Zeitschriften als die reinen Zeitschriftenleser.

Die Studie DLD 08: Print und Online von Hubert Burda Media will aufzeigen, dass der Printbereich noch eine lange Zukunft hat. Sie zeigt, dass der Verweis auf Onlineangebote, sei es in redaktionellen Beiträgen oder in Anzeigen, ein entscheidender Erfolgsfaktor für die crossmediale Nutzung der Medien ist. So sind die Stärken der Zeitschriften geprägt durch die freie und ungezwungene Transportierbarkeit, und durch ihre sinnlichen Dimensionen – Haptik, Entspannung, Zerstreuung. Onlineangebote hingegen haben ihre Stärken vor allem in der gezielten, navigierten Informationsaufnahme und deren aktuellen Inhalten.

Gemäss der Studie lesen acht von zehn Deutschen gerne Zeitschriften und nutzen in gleichem Masse die entsprechenden Online-Angebote. Für über 50 Prozent der Kombi-Leser ist nach wie vor die gedruckte Zeitschrift das Primär-Medium. Bei Frauenzeitschriften sind sogar zwei Drittel der Kombi-Leser dieser Meinung.

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Die Zeitschriften-Inhalte werden auch im Internet überwiegend zu Hause am PC gelesen: 90 Prozent der Online-Nutzer geben an, vor allem von zu Hause aus die Online-Auftritte von Zeitschriften zu besuchen. Am Arbeitsplatz oder unterwegs werden Online-Magazine dagegen kaum gelesen.

Internetnutzer lesen der Studie zufolge zudem selektiver. So gibt ein Drittel der Leser von gedruckten Zeitschriften an, ein Magazin von Anfang bis Ende durchzulesen. Bei den Online-Lesern sind es nur elf Prozent. 16 Prozent der Nutzer, die nur noch das Online-Angebot einer Zeitschrift nutzen, sind zuvor durch das gedruckte Heft auf den Internetauftritt aufmerksam geworden.

Reine Zeitschriftenleser vermissen bei Online-Angeboten vor allem die gute Transportierbarkeit und die “sinnliche Dimension” beim Lesen. Online-Angebote nutzen Internetnutzer vor allem, weil sie nicht erst gekauft werden müssen und schnell erreichbar sind (80 Prozent der Online-Leser). Ebenfalls knapp acht von zehn Online-Lesern sind der Meinung, dass der Internetauftritt bereits alle Informationen bietet und damit die gedruckte Zeitschrift überflüssig macht. Mehr als die Hälfte der Online-Leser schätzt zudem, dass die Inhalte kostenfrei zugänglich sind.

Werbung in Online-Angeboten von Zeitschriften wird nur von elf Prozent der Nutzer gerne gesehen. Besonders verhasst sind Pop-Ups: Knapp 90 Prozent der Online-Leser fühlen sich von Pop-Up-Werbung gestört. Banner dagegen stören nur die Hälfte der Nutzer. Hat Onlinewerbung zudem einen deutlichen Bezug zu redaktionellen Themen, empfindet sie sogar über ein Drittel der Nutzer als nicht störend (35 Prozent).

Insgesamt haben 28 Prozent der Befragten schon einmal auf Onlinewerbung geklickt, um sich näher über das beworbene Produkt zu informieren. Untersucht wurde bei der Studie daher auch die Werbewirkung. Demnach erinnern sich nur zwölf Prozent der Befragten an reine Online-Werbung, 26 Prozent können sich hingegen ein kombiniertes Print- und Onlineformat ins Gedächtnis rufen.

Bei der Studie wurden in 1’566 Interviews Frauen und Männer zwischen 14 und 69 Jahren befragt, die im Markt relevante Zeitschriften mindestens selten lesen.

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Beat Z'graggenKontaktieren Sie Beat Z'graggen, Online Marketing-Experte der ersten Stunde. Er ist seit 32 Jahren im Marketing tätig, die Hälfte davon im Online-Marketing.

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24. Januar 2008 | Weiterlesen »

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